HELLAS FILMBOX BERLIN 2018

Urban Spree, Revaler Str. 99, Berlin-Friedrichshain 24-28 Januar

Sektionen NEW VISION und DOKUMENTARFILM

Beim HELLAS FILMBOX BERLIN Filmfestival 2018 werden in der bereits erfolgreich etablierten Sektion NEW VISION drei Spielfilme und zehn Kurzfilme zu sehen sein. Auch dieses Mal sind es Filme, die häufig formale Grenzen sprengen. In der Sektion DOKUMENTARFILM werden fünf Filme präsentiert.

Spielfilme des NEW VISION Programms

“Lines” von Vassilis Mazomenos

Sieben Geschichten über sieben Personen, die wegen der in Griechenland herrschenden Krise an ihre Grenzen stoßen. Eines haben sie alle gemeinsam: Der letzte Anruf eines jeden von ihnen beim psychologischen Notdienst “Lebenslinie”. (Deutschlandpremiere)

“Receta” von Michalis Mantas

Mantas verwendet Audiomaterial, Live-Performance- und dokumentarisches Filmmaterial, um Themen, mit denen er sich interagierend auseinandersetzt, filmisch zu fassen. Ziel des Autors war es, seine Freunde aus der Vergangenheit, Freundeskreise, zu denen er gehörte, wieder aufzusuchen und diese Begegnungen zu dokumentieren. (Internationale Premiere)

“Τime is up” von Nicolas Pourliaros

Mit “Die Zeit ist um” erleben wir so etwas wie einen Video-Kalender: Der Protagonist Harris kommt an einem Freitag nach Hause und kündigt an, dass er sich innerhalb der nächsten 48 Stunden umbringen wird. (Weltpremiere)

Kurzfilme des NEW VISION Programms

1. “Hiwa”, Jacqueline Lentzou

2. “Heimlich”, Kostas Bakouris (Internationale Premiere)

3. “Ethnophobia”, Joan Zhonga (Deutschlandpremiere)

4. “Whale 52″, Thanasis Trouboukis (Deutschlandpremiere)

5. “Astrometal”, Efthimis Kosemund Sanidis (Deutschlandpremiere)

6. “Preparation”, Sofia Georgovassili (Deutschlandpremiere)

7. “Aenigma”, Antonis Ntousias & Aris Fatouros

8. “Copa-Loca”, Christos Massalas

9. “Unberable Sun”, Vassia Balkanioti (Weltpremiere)

10. “Studio Hamattan”, Stefanos Pavlakis (Weltpremiere)

Dimitris Argiriou, Programmdirektor für NEW VISION: “Meine Kollegen Michael Palaiologos, Klaus Salge und ich haben diese Filme ausgewählt, weil wir denken, dass hier filmische Innovationen zu erleben sind, die das Interesse des Publikums finden.”

Mitglieder der Jury für den Best Film Award des NEW VISION Programms

Clemens Wilhelm, Nadja Sayej und ein drittes Mitglied, dessen Name demnächst bekanntgegeben wird.

Clemens Wilhelm ist deutscher Künstler, Filmemacher und Videokurator, der in Berlin lebt. Seine Arbeiten wurden vielen bei Organisationen, in Instituten und auf Festivals präsentiert (z.B. Pompidou Paris, FCCCA Manchester, Guangzhou Times Museum, Loop Festival Barcelona und viele andere). Clemens Wilhelm wurde für seinen Film «Peter ist tot» mit dem ersten Preis des Now & After Video Art Festival Moskau ausgezeichnet. Außerdem erhält er das TATE Artist Room Joseph-Beuys-Stipendium (2015), Visio-Scolarship (2012) und Pepinieres Europeennes Stipendium (2010). Mehr unter www.clemenswilhelm.com

Nadja Sayej, kanadische Journalistin, schreibt über Kunst, Kino, Fernsehen und visuelle Kunst und arbeitet mit der New York Times, The Guardian, The Economist und dem VICE Magazin zusammen. Sie ist Autorin des Buchs “Celebrity Interview Book”, das 21 der wichtigsten Interviews mit internationalen Künstlern der letzten sieben Jahre enthält. Mehr unter https://nadjasayej.com/.

Das Dokumentarfilmprogramm, mit starker weiblicher Präsenz, umfasst fünf Dokumentarfilme:

1. “In Situ”, Chryssa Tzelepi & Akis Kersanidis, 2017, Internationale Premiere

2. “Boobs”, Agnes Sklavou & Stelios Tatakis, 2017, Internationale Premiere

3. “Alki’s Long Walk”, Margarita Manda, 2017, Deutschlandpremiere

4. “Finish Line”, Eliana Abravanel, 2016, Deutschlandpremiere

5. “Mana”, Valerie Kontakos, 2015, Deutschlandpremiere

“In Situ” von Chryssa Tzelepi und Akis Kersanidis ist eine Reise in die Welt der zeitgenössischen improvisierten Musik. Diese startet im Thessaloniki der 80er, als sich in der Stadt die Wege verschiedener internationaler Musiker kreuzten, die im Bereich der freien Improvisation und kreativen Musik agierten. Wir reisen auf den Spuren der Musiker nach Griechenland, Italien und Deutschland.

“Boobs” von Agnes Sklavou und Stelios Tatakis vereint verschiedene Erfahrungen zum Thema “Brust”. Der sensible Punkt dabei ist die Krebskrankheit. Eine Frau spricht über ihre persönlichen Erfahrungen damit, von ihren Ängsten, ihren Hoffnungen und von der Seelenkraft, die sie braucht. Auch die Brüste “sprechen”. Sie “reden” darüber, was sie beschäftigt, was ihnen gut tut, was ihnen wehtut.

alkis_long_walkMargarita Mandas “Alki’s Long Walk” ist ein Filmspaziergang durch das turbulente Leben und umfangreiche Werkschaffen der bedeutenden griechischen Schriftstellerin Alkis Zey. Ein Leben, das die gesamte Geschichte Griechenlands des 20. Jahrhunderts durchzieht, und ein literarisches Werk, das international anerkannt und weiterhin geehrt wird. Es hat die geistige Auseinandersetzung etlicher Generationen befördert. Das Werk trägt stark autobiographische Elemente; davon zeugt das Material, inspiriert von ihrer Schwester Helen Kokkou und den geliebten Freunden und Weggefährten: Direktor Manos Zacharias und Dichter Titos Patrikios.

Eliana Abravanels “Ending” begleitet drei in die Jahre gekommene Marathonläufer, die es nicht eilig haben, ans Ziel zu kommen. Die Drei haben ihre eigene Philosophie des Laufens. Jedesmal, wenn sie die Ziellinie überqueren, kommen sie dem alltäglichen Helden einen Schritt näher, den sie in sich verstecken.

“Mana” von Valerie Kontakos ist die bewegende Geschichte einiger Frauen, die sich in jungen Jahren in ein Kloster zurückgezogen haben. Aber nicht, um sich dem Gebet und Gott zu widmen, sondern um missbrauchten und vernachlässigten Kindern Hilfe geben zu können. Sie sind die Organisatorinnen des “Lyreio Kinderdorf” und helfen dort noch heute Kindern, ohne staatliche Unterstützung

“Fünf Dokumentarfilme von fünf Regisseurinnen (und nicht nur). Im Mittelpunkt dieser Filme befinden sich allseits bekannte und weniger bekannte Helden. Ihr gemeinsamer Punkt? Sichtweisen der griechischen Gesellschaft von Menschen, die darum kämpfen, dem eigenen Alltag und jenem ihrer Mitbürger auf ihre eigene Art und Weise zu begegnen“, erklärt die Dokumentarfilm-Kuratorin Yanna Sarri ihre Auswahl.