Volunteers for Lesvos – ein Projekt der Initiative Respekt für Griechenland

Nachdem die EU ihre Außengrenzen soweit abgeriegelt hat, dass sie auf dem Landweg so gut wie nicht mehr zu überwinden sind, fliehen immer mehr Menschen aus den Krisenregionen übers Mittelmeer.

2015 waren es so viele wie nie. Laut UNHCR kamen seit Jahresbeginn allein in Griechenland, dessen Inseln Lesbos, Samos, Chios, Kos u.a. zum Teil nur wenige Seemeilen vor der türkischen Küste liegen, 396.500 an, davon 153.000 im September – fast dreimal mehr als im Vorjahr, in dem es insgesamt 43.500 waren (http://www.unhcr.de/presse/nachrichten.html). Für annähernd die Hälfte derer, die Griechenland erreichten, war Lesbos die erste Station – bei einer Einwohnerzahl von ca. 86.000.

Viele der Boote landen an Küstenabschnitten im Norden, einige im Süden, oft viele Kilometer von den zentralen Registrierungs- und Aufnahmestellen entfernt, die in und um Mytilini, der Hauptstadt von Lesbos, liegen. Da es häufig nicht genügend Busse gibt, machen sich die Menschen zu Fuß auf den bis zu ca. 65 km langen Weg durch die Berge, oft in nasser Kleidung, ohne ausreichend Wasser oder Nahrung. Lokale Initiativen und freiwillige Helfer versuchen, die Menschen, so gut es geht, mit dem Nötigsten zu versorgen.

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