Kriegs- und NS-Verbrechen in Griechenland. Die Entschädigungsfrage nach 1945

Dienstag, 8. Dezember 2015, 19:00 Uhr Topographie des Terrors – Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Die Stiftung Topographie des Terrors und das Centrum Modernes Griechenland der Freien Universität Berlin laden im Rahmen der Vortragsreihe “Griechenland unter deutscher Besatzung (1941-1944) zu folgenden Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen ein:

- Dienstag, 8. Dezember 2015, 19:00 Uhr: “Kriegs- und NS-Verbrechen in Griechenland. Die Entschädigungsfrage nach 1945” (Podiumsdiskussion mit Botschafter a.D. Frank Elbe, Dr. Gabriella Etmektsoglou, Prof. Dr. Hagen Fleischer und Dr. Anestis Nessou, Moderation: Harald Asel)

Topographie des Terrors – Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin Flyer mit Informationen zur Vortragsreihe (PDF). Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Kriegs- und NS-Verbrechen in Griechenland. Die Entschädigungsfrage nach 1945

Dienstag, 8. Dezember 2015, 19:00 Uhr Topographie des Terrors – Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Podiumsdiskussion: Botschafter a.D. Frank Elbe, Bonn Dr. Gabriella Etmektsoglou, Berlin Prof. Dr. Hagen Fleischer, Athen Dr. Anestis Nessou, Wuppertal Moderation: Harald Asel, Berlin

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden griechische Forderungen nach Kriegsentschädigungen von der Bundesrepublik Deutschland lange unter Berufung auf das Londoner Schuldenabkommen von 1953 abgewiesen, das „die Prüfung der aus dem Zweiten Weltkrieg herrührenden Forderungen“ gegen Deutschland „bis zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage“ zurückstellte. Anfang der 1960er Jahre zahlte die Bundesrepublik eine einmalige „Wiedergutmachung“ von 115 Mio. DM für griechische Opfer „nationalsozialistischer Verfolgung“ aus „Gründen der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung“. Nach dem Abschluss des Zwei-plus-Vier-Vertrags 1990 und der Wiedervereinigung Deutschlands forderte Griechenland die Bundesregierung erneut zu Verhandlungen über Reparationen sowie den „Besatzungskredit“ auf. Wenig später reichten u.a. Angehörige von Opfern des SS-Massakers von Distomo Klagen auf Schadensersatz ein. Bis heute greift die Bundesregierung das Argument auf, die Entschädigungsfrage habe sich „durch Zeitablauf“ erledigt. In der Podiumsdiskussion werden die Argumente der griechischen Reparationsforderungen und Ansprüche hinsichtlich der „Zwangsanleihe“ ebenso erörtert wie die der deutschen Reaktion. Aufgenommen wird auch die aktuelle Debatte über das weitere Vorgehen.