Die Mörderin

Soeben im Berliner Elfenbein-Verlag erschienen: Die deutsche Neuauflage des Klassikers „Die Mörderin” von Alexandros Papadiamantis in der Übersetzung von Andrea Schellinger

http://www.elfenbeinverlag.de/

http://diablog.eu/literatur/alexandros-papadiamantis-die-moerderin/

Alexandros Papadiamantis:

»Die Mörderin«

Roman

Soeben im Berliner Elfenbein-Verlag erschienen: Die deutsche Neuauflage des Klassikers „Die Mörderin” von Alexandros Papadiamantis in der Übersetzung von Andrea Schellinger. Papadiamantis’ bekannteste Erzählung erschien erstmals 1903 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift „Panathínäa“.

Auf der ägäischen Insel Skiathos wird eine vom Alter gezeichnete Hebamme zur Mörderin an mehreren Mädchen, um diesen ein zukünftiges Leben in Abhängigkeit und Sklaverei zu ersparen. Papadiamantis’ sozialkritischer Blick auf die Stellung der Frau in der Gesellschaft seiner Zeit sowie die herausragend sprachlich­-stilistische Form des Textes machen „Die Mörderin“ zu einem der wichtigsten Werke der neugriechischen Erzählliteratur.

Alexandros Papadiamantis (1851–1911), einziger Sohn eines orthodoxen Popen auf der Insel Skiathos, entzog sich seiner Familie und den väterlichen Wünschen durch ein Studium in Athen, das er allerdings nie abschloss. In der Hauptstadt überlebte er durch Übersetzungen und als Privatlehrer. Ab 1879 publizierte er auch eigene Texte und hatte mit der Erzählung „Das Zigeunermädchen“ (1884) einen ersten Achtungserfolg, ohne dass sich seine wirtschaftliche Situation dadurch veränderte.

Kirchensänger bei nächtlichen Gottesdiensten, saß er tagsüber oft in einem ärmlichen Krämerladen und gab nichts auf seine wachsende Bekanntheit. 1908 kehrte er Athen den Rücken und verbrachte die letzten Lebensjahre alkohol- und rheumakrank auf seiner Heimatinsel. Dort starb er an einem Januarmorgen 1911 psalmensingend an einer Lungenentzündung.

Ein freier Geist, der sich all den rückwärtsgewandten Anschauungen seiner Zeit entgegenstellt.«

(Odysseas Elytis)

Aus dem Griechischen von Andrea Schellinger.

Mit einem Nachwort von Danae Coulmas