20 Jahre cie. toula limnaios & Wiedereröffnung der HALLE

»Der Zuschauerraum ist brechend voll. Das 1. Paar beginnt, das 2. setzt ein, dass einem der Atem stockt. Verantwortlich für diesen Gefühls- und Bilderrausch sind Toula Limnaios und Ralf Ollertz. Sie zählt zu den wichtigsten Choreographinnen des zeitgenössischen Tanzes.« / »Wer die cie. toula limnaios tanzen sieht, erlebt ein emotionales Fest. Die Intensität der Bewegungen, die Gefühle der Tänzer ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Immer wieder, bei jeder Vorstellung. « (ZDF, aspekte, S. Heidbrink, 8/2015.) 

 

20 Jahre cie. toula limnaios
& Wiedereröffnung der HALL

 

21. Mai – 14. August 2016, jeweils 20.30 Uhr – Aufführungen

 

  1. Mai, um 17 Uhr

Wiedereröffnung der HALLE & 20 Jahre cie. toula limnaios

    Vorstellungen jeweils um 20.30 Uhr

26 – 29 Mai +  2. – 5 . Juni    wound

11. + 12. Juni             if I was real (Gastspiel TanzTheaterMünster – Berlin-Premiere)

17. – 19. + 23. – 25. Juni            Falten der Nacht

30. Juni – 3. Juli                       simply gifts (in Originalbesetzung

14. – 17. Juli                              the rest of me (Solo Toula Limnaios)

21. – 24. Juli                              Isson

4. – 7. August                             short stories

11. – 14. August                          wut

 

Mit freundlichen Grüßen, Silke Wiethe (Tel.: 440 44 731)

Die cie. toula limnaios wird aus Mitteln der Kulturverwaltung des Landes Berlin gefördert. I * Die Sanierung der HALLE wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. I Präsentiert von: HVS Plakat, rbb kulturradio, tanz, taz. die tageszeitung.

HALLE TANZBÜHNE BERLIN, Eberswalder Str. 10 , 10437 Berlin, Eintritt: 18 €, erm. 10 €, Tickets online: www.halle-tanz-berlin.de, Tel.: 440 44 292

Die Werke der cie. toula limnaios sind Grenzgänge, stets die Ambivalenz des Lebens im Blick und dabei immer zutiefst menschlich. Das Eröffnungsstück »wound« (2009) bewegt sich an der dünnen Linie zwischen Traum und Trauma, an der das Unwahrscheinliche Wirklichkeit wird.

Es folgt mit »if I was real« eine von Camus inspirierte Choreographie, die 2013 mit der cie. toula limnaios entstanden, nun in einer Neuinszenierung mit dem TanzTheaterMünster zu Gast ist. »Falten der Nacht« von 2000, das frühste der gezeigten Werke, ganz in der bildlichen Tradition der deutschen Romantik, lässt ein Sehnsuchtsland zwischen Tag und Nacht aufscheinen.

»simply gifts« sind fünf Soli – Geschenke an die langjährigen Ensemblemitglieder um 2007, die in Originalbesetzung zur Aufführung kommen und von surrealen Abwandlungen der Realität erzählen. Für alle, die sich die besondere Gelegenheit, die Choreographin selbst tanzen zu sehen, nicht entgehen lassen wollen, nehmen wir »the rest of me« (2012) wieder auf, ein Solo von Toula Limnaios auf den Spuren eines gelebten Lebens. Mit »Isson« (2003) schließt sich ein synchron getanztes Doppelportrait an, das den Schatten der Dinge gewidmet ist, dem seltsamen Motiv des Doppelgängers, der auf den zweiten Blick zur gleichen Zeit Ähnlichkeit und Andersartigkeit offenbart.

»short stories« (2005) zeigt Miniaturen – Geschichten über das sich Begegnen und Verlieren – den Widerstreit in Beziehungen. Die Reihe acht ausgewählter Stücke endet mit einer der neueren, zeitkritischen und poetischen Choreographien: »wut« (2012) handelt von einer der verstörenden menschlichen Emotionen – eine leidenschaftliche Antwort und ein Bild unserer Zeit.

Die cie. toula limnaios wurde 1996 von der Choreographin Toula Limnaios und dem Komponisten Ralf R. Ollertz gegründet. Seit 2014 institutionell gefördert und mit einem festen Ensemble arbeitend, ist sie eine Ausnahmeerscheinung und gehört heute zu einer der erfolgreichsten Compagnien für zeitgenössischen Tanz. Ihr umfangreiches Repertoire, das inzwischen 39 abendfüllende Werke umfasst, ist auf internationalen Bühnen weltweit zu sehen. Die cie. toula limnaios präsentiert Tanz, der sich wach, kritisch und mutig um die Menschen bemüht, von und für Menschen gemacht.

Die HALLE TANZBÜHNE BERLIN ist seit 2000 Produktionsort und seit 2003 Spielstätte der cie. toula limnaios und ihrer Gäste. Seitdem hat die Compagnie eine ehemalige Turnhalle (1888) zu einer weit über die Grenzen der Stadt bekannten Bühne mit einmaligem Profil gemacht. Heute eine »erste Adresse für zeitge­nössischen Tanz« und architektonisch ein Kleinod, wurde das unter Denkmalschutz stehende Haus nun technisch und infrastrukturell modernisiert.