20 Jahre cie. toula limnaios, Juli-Programm

jeweils 20.30 Uhr – HALLE TANZBÜHNE BERLIN

30. Juni – 3. Juli 2016, um 20.30 Uhr

simply gifts (2007)

toula limneos5_simply gifts_©_Johann Camut__per_mailFünf Soli – fünf zarte, liebevolle und sehr unterschiedliche Portraits, die anlässlich des Festivals in Originalbesetzung von 2007 getanzt werden. Das kleine Format gestattet eine besondere Unmittelbarkeit und Intimität, vereint Präsenz und Flüchtigkeit des einzelnen Moments, ist eindringlich wie leise und subtil. Es gleicht einer Miniatur voller Details und feinster Differenzen.

„Bei Toula Limnaios hat man meist das Gefühl, mit offenen Augen zu träumen. Auch simply gifts hat etwas wunderbar Entrücktes. Sacht wird einem der Boden unter den Füßen entzogen, die all­­tägliche Logik wird auf den Kopf gestellt. … Verrückt und verrätselt sind diese tänzerischen Miniaturen …“ (Tagesspiegel, Sandra Luzina, 2007)

14.  17. Juli, um 20.30 Uhr

the rest of me (2012)

Solo von und mit Toula Limnaios)

Cie. Toula LimnaiosDie Choreografin erzählt in starken und leisen Tönen, was ein Leben prägt: Vom Ankern und Aufbrechen tief sitzender Erfahrungen, vom stetigen Suchen und Freilegen: Wie Ariadne im Labyrinth des Minotaurus knüpft sie einen Faden entlang der Verwundbarkeit. Alles, was wir nicht vergessen können und in uns tragen, legt sie mit Wucht und Zärtlichkeit in einem Erinnerungsbild voll Empfindsamkeit offen.

„the rest of me als Kaleidoskop persönlicher Erinnerungen und einer Zeit, die man erlebt und geteilt hat, verzaubert mit seiner glaubhaften Ehrlichkeit und seinem faszinierenden toulaesken Tanzvokabular.“ (www.tanzpresse.de, Juliane Wieland, 2012)

21.- 24. Juli 2016, um 20.30 Uhr

Isson (2003)

Ein Solo für zwei Männer. Das Motiv des Doppelgängers irritiert und fasziniert zugleich: Sein Auf­tauchen verwischt die Grenzen zwischen dem Ich und den Anderen. Der Doppelgänger hinterfragt Vor­stellungen von Ähnlichkeit und Differenz, problematisiert das Subjekt und seine Identität. Das Stück wurde ursprünglich als Solo für zwei Frauen von Lena Meierkord und Toula Limnaios in zwei para­llelen Welten synchron getanzt und wird nun von zwei männlichen Tänzern ihres Ensembles umgesetzt.

„Im Synchronen wird nicht Virtuosität demonstriert, sondern das Verschmelzen zweier Wahr­nehmungs­zustände. Dieses auskomponierte Decrescendo ist eines der berührendsten, ein­leuch­tendsten Schlussbilder im Tanztheater, das seit langen zu sehen war.“ (Tagesspiegel, Franz Anton Cramer, 2003)

 4. - 7. August 2016, um 20.30 Uhr

short stories (2005)

In „short stories“ beschäftigt sich Toula Limnaios ganz bewusst mit kurzen, einfachen Formen. In zwei Duetten und einem Solo, die ebenso getrennt wie miteinander verknüpft sind, öffnet sie einen Fächer per­sönlicher Geschichten. In poetischen, teils absurden Bildern erzählen sie vom Wechselspiel zwischen­menschlicher Beziehungen und werden von Ralf R. Ollertz mit Bandoneon und Schlagwerk begleitet.

 

„Wäre dies ein Film, würden sie sich jetzt küssen, aber es ist ein Tanzstück von Toula Limnaios, und da passieren andere Dinge als die erwartbaren. … Das Kräfteverhältnis verschiebt sich ständig, … .“ (Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 2006)

 

 11. 14. August 2016, um 20.30 Uhr

wut (2012)

„wut“ ist ein Stück über Erschütterung und Protest. Eine leidenschaftliche Antwort auf die Sprachlosigkeit der gegenwärtigen Gesellschaft und eine Position gegen den nebligen Zustand unserer Zeit. Ein Brennen unter der Haut, ein Kochen an der Oberfläche, ein Aufbrechen von Erregung, das einen Nerv trifft und schmerzhaft im Publikum widerhallt.

„Sie ist eine Künstlerin, die noch an die kathartische Kraft des Theaters glaubt. Ihr Tanztheater ist poetisch und zeugt von großem handwerklichen Können.“ (Berliner Zeitung, 2012)

„Eruptionen auf glattem Parkett: …“/ „… die Tänzer bringen den Ort zum Explodieren …“ (www.aspekte.de/ www.zdf.de/, Stefanie Heidbrink, 2015)