KYKLADEN – FRÜHE KUNST IN DER ÄGÄIS

13.02.2015 – 07.07.2015, München

Ort: Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstraße 2, 80538 München

Öffnungszeiten:Dienstag – Sonntag  9.30 – 17.00 Uhr

Wie an einer Perlenkette aufgereiht liegen die Kykladeninseln in der blauen See der Ägäis. Ein mildes Klima mit konstanten Winden und fruchtbare Böden auf vulkanischem Gestein waren die Grundlagen für die Entstehung einer hochentwickelten Kultur am Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit um 3000 v. Chr. Bodenschätze bildeten die Grundlage für die technische Entwicklung in der Steinbearbeitung, Metallgewinnung und Töpferei. Mit seetauglichen Langbooten trieben die Insulaner Handel von der kleinasiatischen Küste bis nach Kreta und machten ihre Inselgruppe zur Drehscheibe für Kulturkontakte im östlichen Mittelmeer.

Weltberühmte Botschafter dieser Kykladenkultur sind die aus dem Marmor der Inseln gefertigten „Kykladenidole“. Die stark stilisierten Formen dieser zumeist weiblichen Figuren entsprachen nach ihrer Entdeckung im 19. Jahrhundert zunächst nicht dem Geschmack des Publikums, wurden dann aber zu einer wichtigen Inspirationsquelle für die Kunst der Moderne. Heute sind Kykladenidole rare und hochgeschätzte Exponate der frühesten europäischen Hochkultur.

Die Kykladenidole werden im Zentrum einer für Februar 2015 geplanten Sonderausstellung in der Archäologische Staatssammlung München stehen, die eine vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe konzipierten Schau aufgreift. Die Figuren und die mit ihnen zusammen gefundenen Objekte aus Stein, Metall und Ton werden in die von der Forschung gewonnenen kulturellen Zusammenhänge eingeordnet. Es entsteht das Bild einer faszinierenden Inselwelt, die mit uns über einen Zeitraum von 5000 Jahre hinweg in einen Dialog tritt.

Ein Vortrags – und Familienprogramm ergänzt die Ausstellung.

Infos: http://www.archaeologie-bayern.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/