Der deutsche Außenminister, Steinmeier, zu Besuch in Thessaloniki und in Athen

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kotzias_steinmeierDer Außenminister Deutschlands, Frank-Walter Steinmeier, war diese Woche zu Besuch in Thessaloniki und Athen. In diesem Rahmen führte er Gespräche mit dem Staatspräsidenten, Prokopis Pavlopoulos, dem Premierminister, Alexis Tsipras, sowie mit seinem griechischen Amtskollegen, Nikos Kotzias.

Am letzten Sonntag waren Kotzias und Steinmeier in Thessaloniki, wo sie zusammen im Makedonischen Museum für zeitgenössische Kunst an der Eröffnung der Ausstellung „Gespaltene Erinnerungen 1940-1950“ teilnahmen, die auch vom Goethe-Institut von Thessaloniki, vom Judischen Museum der Stadt, sowie vom Deutschen Historischen Museum von Berlin mit organisiert wurde.

Die beiden Außenminister trafen sich später auch in Athen, im griechischen Außenministerium. Steinmeier sagte nach dem Treffen, die öffentlichen Spiele mit dem Vertrag von Lausanne können keine Politik sein und jeder weiß, was es bedeuten würde, wenn man in Europa beginnen würde, die Grenzen in Frage zu stellen. Kotzias sagte seinerseits, Griechenland wolle eine europäische und demokratische Türkei, einen Nachbarn, der sich nach den Regeln des Internationalen und des Europäischen Rechts verhalte.

tsipras_steinmeierBeim Treffen mit dem Ministerpräsidenten des Landes, Alexis Tsipras, sagte der griechische Ministerpräsident, Griechenland habe sehr viel unter der Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten und das griechische Volk habe große Opfer im Namen von Europa gebracht. Jetzt sei die Zeit gekommen, dass Europa Interesse und Solidarität mit dem griechischen Volk zeigt. Steinmeier stellte seinerseits fest, er kenne genau die Schwierigkeiten, denen Griechenland wegen der Finanz- bzw. der Flüchtlingskrise gegenübersteht.

pavlopoulos_steinmeierDer deutsche Außenminister wurde auch vom Staatspräsidenten, Prokopis Pavlopoulos empfangen. Im Bezug auf die jüngsten türkischen Provokationen in der Ägäis, sagte Pavlopoulos nach dem Gespräch mit Steinmeier, Griechenland verteidige seine nationalen Interessen und gleichzeitig auch Europa. Griechenland verteidige den Vertrag von Lausanne, der nicht nur die griechische Grenze, sondern auch die Grenze der EU und Europas bestimmt.