Deutsch-griechische Beziehungen im ostdeutschen Staatssozialismus (1949-1989)

22.- 23. April 2015, Berlin

Ort: Landesvertretung Sachsen – “Das Sächsische Haus”, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

Die Geschichte der DDR-Griechen ist eine Geschichte des Ineinandergreifens weltpolitischer Entwicklungen, ideologischer Konflikte und persönlicher Lebensläufe, des Heimatverlustes und der Neuorientierung, der gesellschaftlichen Integrations- und der politischen Instrumentalisierungsversuche. Bereits zwischen 1949 und 1950 hatte die DDR im Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Linken des griechischen Bürgerkriegs ca. 1.100 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 17 Jahren samt erwachsener Begleiter aufgenommen. Kurz darauf folgten griechische Familien und Kinder aus anderen sozialistischen Ländern (Rumänien, Ungarn, Tschechoslowakei), wohin diese zuerst nach dem Bürgerkrieg geflüchtet waren. Nach dem Ende der Militärdiktatur schließlich unterstützte die nunmehr legalisierte Kommunistische Partei Griechenlands Stipendiaten, die in der DDR studieren wollten.

Die Tagung “Deutsch-griechische Beziehungen im ostdeutschen Staatssozialismus: 1949-1989″ setzt sich zum Ziel, dieses bislang noch kaum erforschte Kapitel der deutsch-griechischen Beziehungen zu beleuchten. Hierbei wird die Frage der Selbst- und Fremdwahrnehmung der griechischen Flüchtlinge ebenso zu behandeln sein wie die Beziehung der DDR-Griechen zum SED-Staat, die Verbindungen der SED zu den kommunistischen und sozialistischen Parteien Griechenlands, die diplomatischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen im Dreieck Griechenland-DDR-BRD sowie die Rolle der griechischen (Exil-)Presse und Kultur in der DDR.

Infos und Programm:
 http://www.cemog.fu-berlin.de/aktivitaeten/veranstaltungen/griechen-der-ddr.html